Übungen für die Hüfte

Beweglich bleiben, stabil werden, Beschwerden vorbeugen: Die Hüfte ist eines der zentralen Gelenke des Körpers. Sie verbindet Rumpf und Beine, trägt Gewicht und ermöglicht komplexe Bewegungen.
Gezielte Hüftübungen helfen dabei, die Beweglichkeit aufrecht zu erhalten, Stabilität aufzubauen und alltägliche Belastungen besser abzufangen – unabhängig von einer konkreten Diagnose.
Inhaltsverzeichnis
Worum geht es in diesem Artikel?
Einfache, alltagstaugliche Übungen für die Hüfte können dabei helfen, Beweglichkeit zu erhalten, Stabilität aufzubauen und Beschwerden vorzubeugen.
Das Wichtigste vorab zusammengefasst
- Die Hüfte profitiert von regelmäßiger, moderater Bewegung
- Ziel ist ein Zusammenspiel aus Mobilität und Stabilität
- Übungen dienen vor allem der Prävention und Funktionsverbesserung
- Schmerz sollte dabei kein Trainingspartner sein

Warum sind Hüftübungen sinnvoll?
Im Alltag sitzt die Hüfte viel, bewegt sich oft einseitig und wird selten bewusst durchbewegt. Die Folge können eingeschränkte Beweglichkeit, muskuläre Dysbalancen und ein erhöhtes Risiko für Überlastungsbeschwerden sein.
Mit unseren Hüftübungen setze ich als Orthopäde in Graz konkret hier an: Sie fördern die Gelenkbeweglichkeit, aktivieren stabilisierende Muskeln, verbessern die Körperwahrnehmung und beugen Hüftschmerzen vor.
Regelmäßige Hüftübungen entlasten das Hüftgelenk messbar, weil kräftige Gesäßmuskeln einen Großteil der Alltagsbelastung übernehmen.
Welche Arten von Hüftübungen gibt es?
Hüftübungen lassen sich grob in verschiedene Kategorien einteilen, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen. Je nach Ausgangssituation – etwa Beweglichkeit, Stabilität oder Sicherheit im Alltag – kann der Schwerpunkt variieren. In der Praxis ist meist eine Kombination aus mehreren Übungsarten sinnvoll.
- Mobilisierende Übungen
Sie halten den Bewegungsumfang des Hüftgelenks aufrecht, besonders in Beugung, Streckung und Rotation. Ideal bei Steifheitsgefühl oder nach langem Sitzen. - Kräftigende Übungen
Kräftigung zielt vor allem auf Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur ab. Eine stabile Muskulatur entlastet das Gelenk und verbessert die Bewegungskontrolle. - Koordinative Übungen
Sie fördern das Zusammenspiel von Muskeln und Gelenk und helfen, Fehlbelastungen im Alltag zu vermeiden.

Ziele von Hüftübungen im Überblick
Diese Tabelle zeigt, welche Ziele bei Hüftübungen im Vordergrund stehen und welche konkrete Wirkung sie auf Beweglichkeit, Stabilität und Sicherheit im Alltag haben.
| Übungsziel | Wirkung |
|---|---|
| Mobilisation | Beweglichkeit erhalten |
| Kräftigung | Gelenkstabilität verbessern |
| Koordination | Bewegung sicherer machen |
Was sollte man vermeiden?
Bei Hüftübungen ist Zurückhaltung oft wirkungsvoller als Ehrgeiz. Ruckartige Bewegungen oder hohe Stoßbelastungen können das Hüftgelenk unnötig stressen und bestehende Beschwerden verschärfen, insbesondere wenn bereits Einschränkungen oder Verschleiß vorliegen.
Auch Übungen unter starkem Schmerz sind problematisch, da sie häufig zu Ausweichbewegungen führen, die andere Strukturen zusätzlich belasten. Sinnvoll ist es, auf kontrollierte, saubere Bewegungen zu achten und das Training an die individuelle Belastbarkeit anzupassen.
Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden empfiehlt sich die Abklärung durch einen erfahrenen Hüftspezialisten, um geeignete Übungen auszuwählen und Fehlbelastungen zu vermeiden.
Schon wenige Wochen Bewegungsmangel können die Hüftbeweglichkeit deutlich reduzieren – gezielte Übungen wirken diesem Verlust nachweislich entgegen.
Fazit
Übungen bei Coxarthrose sind ein wichtiger Baustein der Therapie – wenn sie richtig eingesetzt werden. Entscheidend sind Maß, Regelmäßigkeit und eine realistische Erwartung: Ziel ist nicht das Zurückdrehen der Arthrose, sondern ein möglichst beschwerdearmer, beweglicher Alltag.
